Junges LandLeben

Junge Menschen für die Region zu begeistern, ihnen aber auch die Ecken und Kanten aufzuzeigen, ist der Punkt, an dem in Zukunft Bewusstsein geschaffen werden soll.

Die Dörfer Südwestfalens stehen aufgrund des demografischen Wandels vor vielen Herausforderungen, um weiterhin in unserer schnelllebigen Welt wahrgenommen zu werden. Die Zukunft der Region hängt von den jungen Menschen ab; vor allem auch davon, ob und inwiefern sie ihre Heimat als gute Perspektive für ihr späteres Leben wahr- und letztendlich auch annehmen.

Daher ist die Rubrik Junges Landleben ein zentrales und immer wiederkehrendes Gesprächsthema seit der Gründung der Südwestfalen Agentur. Informationen dazu erhalten Sie hier.

Dorfentwicklung und Integration

"Wenn Ihr auch alle geht, warum sollen wir dann hier bleiben?"

(Zugewanderter aus Syrien, wohnhaft in Altena, während des Workshops "Integration im ländlichen Raum" im April 2016)

Zuwanderung als Chance für den ländlichen Raum? Ja! Doch wie können aktive Menschen vor Ort und in der Region diese Chance ergreifen und nutzen? Worauf kommt es an? Und wie schaffen wir es, auch diese Menschen in der Region zu halten?

Gute Gründe für Integration im ländlichen Raum

Der ländliche Raum unterliegt seit Jahren starken Veränderungen: Der demografische Wandel, schlechte Verkehrsanbindungen und, dass es immer mehr junge Menschen und Familien in die Ballungsräume zieht, sind nur wenige der Merkmale. Die Region lockt aber auch mit einer vorzeigbaren Wirtschaftskraft: Südwestfalen ist Industrieregion Nummer eins in NRW und Nummer drei in ganz Deutschland. Zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen bieten gute Berufschancen, und insgesamt zeichnet die Region eine hohe Lebensqualität aus.

Perspektiven

Die südwestfälischen Dörfer verstehen sich als Innovationsraum. Sie sind nicht nur Vorreiter für zukunftsfähige Projekte und neue Ideen, sondern können sich ausprobieren.
Den ländlichen Raum für Zuwanderer mit und ohne Migrationshintergrund attraktiv zu gestalten, führt langfristig dazu, den sinkenden Einwohnerzahlen entgegenzuwirken und neue Impulse in die Region zu holen. Es gilt, Transparenz und die Grundlage für eine nachhaltig erfolgreiche Integration zu schaffen, worauf beispielsweise auch das Projekt Perspektive Südwestfalen abzielt.
Dies tut der Denkraum, indem er in einen Dialog mit Ehrenamtlichen und interessierten Bürgern tritt. Voneinander zu lernen, Probleme offen anzusprechen, und neue Wege zu gehen, steht dabei im Vordergrund.

Workshop "Integration von Zugewanderten" und Folgeveranstaltungen

Neben dem Workshop im April 2016 hat der Denkraum ZukunftDorf in den fünf Landkreisen Veranstaltungen zum Thema „Integration im ländlichen Raum“ initiiert. Hier soll vor allem überlegt werden, wie die Themen Dorfentwicklung und Integration zusammengedacht werden können. Wo gibt es Überschneidungen, wo profitiert der Eine vom Anderen? Bei diesen Überlegungen spielen unter anderem auch der Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und LEADER eine wichtige Rolle.

Die Inhalte sind zugeschnitten auf die Belange der Ehrenamtlichen, die in den Dörfern und Kommunen bereits Integrationsarbeit leisten. Die Veranstaltungen bieten Perspektiven zu einer nachhaltigen Integration von Zugewanderten, die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen, sowie Informationen zu Fördermöglichkeiten zu erhalten.

 
Interessante Links
  • Wichtige Informationen über landesweite Fördermöglichkeiten der Integrationsarbeit sowie aktuelle Informationen und Veranstaltungstipps zum Thema Zuwanderung und Integration in NRW
    http://www.kfi.nrw.de